Rauchen aufhören: Die Methode „Nikotinkaugummis“

Beim Zigaretten rauchen gehen etwa ein Drittel des Nikotingehaltes in die Atemwege über, davon werden dreißig bis sechzig Prozent, beim Inhalieren neunzig Prozent resorbiert.
Schaden nehmen auf Dauer vor allem das Herz, die Lunge und die Gefäße. Nikotin kann außerdem zu Schlaf- und Sehstörungen, innerer Unruhe bis hin zu Unfruchtbarkeit und Impotenz führen.

Nikotinkaugummis finden Anwendung bei der vollständigen Einstellung des Rauchens oder wenn der Zigarettenkonsum reduziert werden soll. Ebenso zur Linderung von Entzugserscheinungen. Typische Entzugserscheinungen sind Nervosität, Reizbarkeit, Ein- und Durchschlafstörungen, Kopfschmerzen, Unruhe, Schwindel und Konzentrationsstörungen.
Nikotinkaugummis gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und in zwei Stärken, nämlich mit zwei Milligramm und mit vier Milligramm Nikotin. Das Nikotin ist in der Kaugummimasse eingearbeitet. Beim Kauen wird dieses freigesetzt und gelangt über die Mundschleimhaut in die Blutbahn. Ein sofortiger, als auch ein schrittweiser Nikotinausstieg wird dadurch erleichtert.
Beim Rauchen einer Zigarette steigt der Nikotinspiegel im Blut höher an, als er mit dem Nikotinkaugummi erreicht wird. Nikotinkaugummis geben Nikotin ab, aber keine weiteren Giftstoffe und keine krebserregende Stoffe.
Die maximale Tagesdosis von sechzehn Stück sollte nicht überschritten werden, empfehlenswert sind acht bis zwölf Stück pro Tag. Der Abstand zwischen dem jeweiligen Kauen eines Nikotinkaugummis sollte auf jeden Fall mindestens eine Stunde betragen. Gut geeignet sind die Nikotinkaugummis wenn man über einen längeren Zeitraum zwanzig oder mehr Zigaretten am Tag geraucht hat.
Für die komplette Entwöhnung wird die Dosis über drei bis vier Monate schrittweise reduziert.
Während der Verwendung von Nikotinkaugummis sollten nicht viele Zigaretten geraucht werden, da es sonst zu einer Überdosierung kommen kann. Es sind keine Wechselwirkungen mit dem Wirkstoff bekannt.
Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten kein Nikotinkaugummis, aber selbstverständlich auch keine Zigaretten konsumiert werden.
Bei einer Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe des Nikotinkaugummis, bei akuten Magen- und Darmgeschwüren, sowie bei Herz- Kreislauferkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall sollen Nikotinkaugummis nicht verwendet werden.
Laut einer Studie liegt die Chance nicht mehr rückfällig zu werden um drei Prozent höher, als wenn man ohne Nikotinkaugummis, also ohne einer Nikotinersatztherapie, zum Rauchen aufhört. Nikotinkaugummis sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Fazit zur Methode der „Nikotinkaugummis“:
Das Rauchen aufgeben ist immer sinnvoll, auch wenn man schon viele Jahre raucht. Jeder rauchfreie Tag ist ein Gewinn für die Gesundheit. Wer das Rauchen aufgeben will, kann zur Unterstützung Nikotinkaugummis verwenden.

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