Rauchen aufhören: Der Ausschleich-Plan“

Jeder kennt den Spruch: „Morgen rauche ich dann weniger!“. Diese Worte sind gut gemeint, jedoch kann sich nicht jeder Raucher daran halten und noch bevor es überhaupt zu einem rauchfreien Tag kommen kann, wird bereits die nächste Zigarette angezündet. Zigaretten ausschleichen zu wollen ist immer sinnvoller, als sie von einem auf den anderen Tag ganz aufgeben zu wollen. Es ist in diesem Falle von Nöten, dass ein Plan erstellt wird, denn häufig fällt die Menge an gerauchten Zigaretten erst dann auf, wenn sie auf Papier regelmäßig dokumentiert wird. Wer weder Geld für teure Therapieformen ausgeben will, noch sein ganzes Geld in Raucherliteratur stecken möchte, der ist mit einem Ausschleich-Plan sehr gut bedient.

Zunächst ist es wichtig, sich ein passendes Notizbuch anzuschaffen, in dem alle gerauchten Zigaretten festgehalten werden. Es lohnt sich häufig auch, die Zeiten aufzuschreiben, an denen besonders viel geraucht wird, denn so kann ausgemacht werden, ob in Stresssituationen mehr geraucht wird oder eine Zigarette auch gerne einmal eine komplette Mahlzeit ersetzt. Etwa zwei Wochen werden alle Tage genau notiert, denn erst danach kann ein richtiger Ausschleich-Plan entwickelt werden, der auch sinnvoll gegliedert und aufgebaut ist. Nun wird geschaut, wann besonders häufig am Tag geraucht worden ist. Diese Zigaretten stellen das größte Hindernis dar und sollten erst ganz zum Schluss des Ausschleich-Planes stehen. Zigaretten, dir nur als kleine Lückenfüller dienen, werden als erstes aus dem Plan gestrichen. Der erste Entzug sollte immer eine Woche lang gehen, damit sich der Körper und auch der Geist an die neue Zigarettenmenge gewöhnen kann, denn so können unangenehme Symptome des Ausschleichens vermieden werden. Nach jeder Woche wird die Menge an Zigaretten neu berechnet und geschaut, welche Zigaretten nächste Woche zusätzlich weggelassen werden können. Der Ausschleich-Plan sollte generell auf mehrere Wochen verteilt werden und auch strickt eingehalten werden. Es bringt nichts, wenn man sich an einem Tag etwas gönnt und am nächsten Tag weniger raucht, denn so wird der Körper nur durcheinander gebracht. In den ersten Wochen ist es häufig sehr schwierig, ruhig zu bleiben, weshalb kleine Ablenkungen erlaubt sind. Einen Stift in den Händen zu halten bringt etwas Abwechslung, außerdem können kleinen Möhrchen als Ersatzbefriedigung herhalten oder ein Lutscher, damit der Betroffene nicht auf die Idee kommt, aus alter Gewohnheit heraus wieder eine Zigarette zu rauchen.
Der größte Vorteil an dieser Methode dürfte sein, dass es zu weniger Entzugserscheinungen kommt und sich der Körper an die neue Menge Nikotin jeden Tag neu gewöhnen kann. Er wird darauf vorbereitet, dass es immer weniger Zigaretten werden. Ein weiterer Vorteil ist der Plan selbst, der eine gewisse Regelmäßigkeit in den Tag bringt, die vielleicht vorher gefehlt hat. Es ist außerdem ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn in dem kleinen Notizbuch steht, dass man schon wieder einige Zigaretten weniger raucht. Der Betroffene kann sich ebenfalls daran gewöhnen wie es ist, wenn man einige Zeit nicht raucht. Ein Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass sich die Entwöhnung auf mehrere Monate streckt, was nicht jeder Raucher gut verträgt. Er wird jeden Tag damit konfrontiert, dass seine Kollegen weiterhin so viel rauchen und er zwar auch die Chance auf eine Zigarette hat, jedoch nicht mehr so häufig mitqualmen kann.

Alles in allem ist ein Ausschleich-Plan eine gute Sache, damit es zu einer Entwöhnung kommen kann. Jeder kann sich individuell seinen eigenen Plan zusammenstellen und seine Erfolge festhalten. Die Kosten sind sehr gering, da nur ein kleines Buch angeschafft werden muss und durch den Verzicht auf Zigaretten sogar auf lange Sicht gespart werden kann.

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