Die Folgen von zu viel Rauchen

Rauchen oder Tabakrauchen beinhaltet das Inhalieren von Verbrennungsprodukten tabakhaltiger Erzeugnisse, wie Zigaretten, Zigarren, Zigarillos oder Pfeifen. Bereits um etwa 600 vor Christus war das Rauchen im Kontext von religiösen Riten im amerikanischen Kulturraum bekannt, ehe der Tabak und dessen Konsum von Christoph Kolumbus mit nach Europa gebracht wurde. Die Angewohnheit, Tabak zu rauchen und zu inhalieren, verbreitete sich rasch in der sogenannten Alten Welt und wurde global bald ein Teil der Alltagskultur. Tabakwaren sind heute überall erhältlich. Nicht nur in Gaststätten und Läden, sondern auch an diversen Automaten.

Für den Tabakkonsum selbst gibt es unterschiedlichste Begründungen. Sicher ist, dass meist ein Suchtverhalten vorliegt. Das im Tabakrauch enthaltene Coffein wirkt anregend und vertreibt das Empfinden von Müdigkeit. Rauchen minimiert den Appetit auf Essen und verschafft vielen Berufstätigen eine angenehme Unterbrechung ihres Arbeitsalltages. Tabakerzeugnisse weisen jedoch ein extrem hohes Suchtpotential auf, das unmittelbar zur Abhängigkeit führt. Beim Fehlen des Tabakrauchens treten unmittelbar Entzugserscheinungen auf, wie Nervosität, Unruhe, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden und Schweißausbrüche. Diese Sympthome können bis zu 30 Tage lang bestehen bleiben und andauern, ehe sie schließlich verschwinden. Neben der körperlichen und psychischen Abhängigkeit ist das Inhalieren von Tabak absolut gesundheitsschädlich. Mit der Inhalation werden massiv Schadstoffe, wie Rauchstaub, Teer, Blausäure, Benzol, Kohlenmonoxid und Benzopyren aufgenommen, die unter anderem Durchblutungsstörungen und Sauerstoffmangel in allen Organen bewirken und die Lebenserwartung des Rauchers deutlich senken. Als gesichert gilt inzwischen, dass das Tabakrauchen eine ganze Reihe von Krankheiten nachhaltig fördert. So beispielsweise unterschiedliche Krebsarten, wie Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Lungen-, Magen-, Nieren-, Blasen- und Bauchspeichelkrebs. Ferner Bauspeicheldrüsenentzündung, Asthma, Lungenemphysem und chronische Bronchitis, Herzkrankheiten bis hin zum Herzinfakrt, arterielle Verschlußkrankheiten, wie das Raucherbein, Schlaganfälle, Potenzstörungen, Diabetes, Multiple Sklerose, Aneurysmen, Leberzirrhose, Magen-Darm-Geschwüre, Makuladegenerationen, Zahnfleischschwund und Gefäßentzündungen. Ferner verzögert das Rauchen die Wundheilung, läßt die Haut der Betroffenen vorzeitig altern und verringert irreversibel die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns. Die Fähigkeit bestimmter Gene, die körpereigene DNA zu reparieren, wird durch das Rauchen deutlich herab gesetzt. Bestehende chronische Erkrankungen werden durch das Rauchen gefördert und beeinflußt, indem sie verstärkt werden. Bei Kindern von Rauchern steigt die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und Nikotin und metabolische Gifte sind im Haar dieser Kinder deutlich nachweisbar. Ebenso gilt als nachgewiesen, dass das Rauchen langfristig auch das Erbgut des Menschen negativ beeinflußt und schädigt. Auch ist erwiesen, dass der Tabakrauch radioaktive Stoffe enthält, die insbesondere zu einer erhöhten Strahlenbelastung des Lungengewebes führen und damit Lungenkrebs aktiv fördern und unterstützen.

Als Fehleinschätzung kann hingegen die Annahme gelten, dass sogenannte „Light-Zigaretten“ weniger gesundheitsschädlich seien. Ebenso sei an dieser Stelle auf die Gefahren des Passivrauchens verwiesen. Der beste und einzige Schutz vor den Folgen des Rauchens besteht ganz einfach darin, gar nicht zu rauchen.

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